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Der Fütterungsberater

Ein Blog zu Futtermittelanalytik, Tiergesundheit, Fütterung und Diätetik.

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Aktuelle Probleme der Rohproteinversorgung der Milchkühe

Wenn man von Eiweiß (oder, was dasselbe ist, von Protein) spricht, meint man die über die Peptidkette (- CO – NH -) miteinander verbundenen Aminosäuren. Eiweiß ist für alle Tierarten und für den Menschen lebensnotwendig. Bei den Wiederkäuern kommt hinzu, dass sie auch dank ihrer Pansenbakterien Nicht-Protein Verbindungen (NPN) verwerten können, was für die praktische Fütterung von großer Bedeutung ist. Das Protein und die NPN-Verbindungen werden als Rohprotein zusammengefasst (Stickstoff aus Eiweiß + NPN-Verbindungen x 6,25 = Rohprotein). Das an Wiederkäuer gefütterte Rohprotein wird im Pansen zum überwiegenden Teil zu Ammoniak abgebaut und schließlich zu Bakterienprotein synthetisiert, aus dem im Dünndarm die Aminosäuren resorbiert werden. Ein Teil des gefütterten Rohproteins passiert den Pansen unabgebaut (UDP, Durchflussprotein) und liefert dann die Aminosäuren direkt im Dünndarm zur Resorption. Dieser UDP–Anteil ist umso wichtiger, je höher die Milchleistung ist.

Wie nahezu alle Produktionsmittel sind auch die Futtermittelpreise sowohl für Getreide als auch für Eiweißfuttermittel seit Jahresende 2021 um ca. 70 % angestiegen. Rapsextraktionsschrot erreicht den extremen Preis von über 50 €/dt und ist damit fast so teuer wie Sojaextraktionsschrot. Auch Futterharnstoff hat gewaltig zugelegt und liegt bei über 280 € / dt. 

Der derzeitige Milchpreis kann in der überwiegenden Zahl der Milchviehbetriebe die erhöhten Futter- und anderen Betriebskosten nicht kompensieren. Das gilt für alle Betriebsformen.

Die Betriebe reagieren unterschiedlich auf diese Situation. Teilweise werden die teuren Konzentrate reduziert oder ganz abgesetzt. Der Rückgang der Milchleistung wird in Kauf genommen. Die Erfahrungen zeigen, dass bei Herden mit hohen Leistungen der Rückgang der Milchabgabe nicht adäquat erfolgt und die Herde Körpersubstanz abbaut und in kurzer Zeit gesundheitsgefährdet ist. Hinzu kommt, dass dabei häufig das Verhältnis von Rohprotein : Energie stark verändert wird, was zu weiteren Stoffwechselstörungen führt. In einigen Betrieben werden auch Bestandsregulierungen vorgenommen und der Jungrinderanteil auf das notwendige Maß eingestellt.

Zur Rohproteinversorgung unter diesen komplizierten Bedingungen werden folgende Grundsätze für wichtig gehalten.

Grundsatz 1: Bedarfsgerechte Energie- und Nährstoffversorgung

Unter allen Umständen muss gewährleistet werden, dass die an die beabsichtigte Leistung gebundenen Bedarfsnormen konsequent eingehalten werden. Die Differenz im Milchbildungspotential aus dem Rohprotein- und Energieangebot darf nicht größer als 2 kg Milch/Tier und Tag sein. Die wichtigsten Bedarfsnormen sind in Tabelle 1 „Rohprotein- und Energiebedarfsnormen für Milchkühe“ aufgeführt.

 

Tab. 1: Bedarfsnormen für Energie, Rohprotein (RP) und nutzbarem Rohprotein (nRP) für Milchkühe

 NELRPnRP
 MJ/Tagg/Tagg/Tag
Erhaltung
500 kg KM33,3450410
600 kg KM35,5475430
650 kg KM37,7500450
700 kg KM39,9525470
750 kg KM42,0550490
je kg Milch
4 % Fett3,385 
je ± 0,1 % Fett± 0,04± 0,6 
3,4 % Eiweiß  85
je ± 0,1 % Eiweiß  ± 2,0
Hochträchtigkeit (650 kg KM)
6. -4. Woche a.p.> 6515001400
ab 3. Wo. a.p.> 7516501550
je ± 50 kg± 5± 25± 25

mod. nach Gesellschaft für Ernährungsphysiologie, 1997, 2001; für Hochträchtigkeit: NRC 2001; INRA 2008; CVB 2010; DLG, 2010

Entscheidend ist immer die Menge je Tag! Falsche Angaben erhält man, wenn der Bedarf als Konzentrationsnorm angeben wird. In diesem Zusammenhang wird dann oft von „reduzierter Rohproteinversorgung“ gesprochen und der Eindruck erweckt, Rohprotein zu sparen, wenn z.B. die Konzentrationsnorm von 170 auf 155 g/kg Trockensubstanz der Ration „gesenkt“ wird. Die Tabelle 2 „Bedarfsnorm und Konzentrationsnorm für Rohprotein bei Milchkühen“ zeigt diesen Zusammenhang.

Je nach Futteraufnahme können die Konzentrationsnormen erheblich schwanken, obwohl die Bedarfsnorm gleichbleibt. Die Angabe je kg Trockensubstanz der Ration dient nur zur Kontrolle des Gehaltes in der Mischration bzw. zur Charakterisierung eines Futtermittels.

 

Tab. 2: Bedarfsnorm und Konzentrationsnorm für Rohprotein bei Milchkühen

kg TrockensubstanzRohproteinnutzbares Rohprotein
je Tier und Tagrealtiv (%)g/kg TS g/kg TS 
1785179176
1890169167
1995160158
20100153150
21105145143
22110139136
23115133130
24120127126
Bedarfsnorm
g je Tier und Tag 30503000

30 kg Milch mit 4 % Fett und 3,4 % Eiweiß, 650 kg Lebendmasse

 

Es kommt sehr darauf an, möglichst die durch die Bedarfsnorm geforderte Menge einzuhalten. Dazu gehört die Kenntnis des Gehaltes in den Futtermitteln, eine sachgerechte Rationsberechnung, korrekte Befüllung des Mischwagens und der Zuteilung. Ein „Zuviel“ kostet Geld und schadet der Gesundheit der Tiere erheblich, ein zu „Wenig“ kann ebenfalls zu großen Schäden führen (siehe Tabelle 3 „Auswirkungen eines Rohproteinüberschusses und Rohproteimangels“).

Ab Milchleistungen von etwa 30 kg je Kuh und Tag ist es notwendig, dass etwa 30 % des gefütterten Rohproteins als UDP vorliegen. Da UDP-reiche Konzentrate besonders teuer sind, wird hier zuerst gespart. Bei niedrigen Milchleistungen um 25 kg je Tag ist das kein Problem, will man aber Leistungen über 30 kg halten, muss der UDP-Anteil gesichert sein. Ein UDP-Mangel führt zu einem erhöhten Ammoniakgehalt im Pansen, was durch Energiemangel noch verstärkt wird, und das ruft starke Leberbelastungen und Leberschäden hervor. Damit wird die Stabilität der Herde gegenüber anderen negativen Einflüssen merklich verschlechtert.

Wie die Versorgung mit Rohprotein eingeschätzt werden kann, soll an Hand der Untersuchungen von Mischrationen für Kühe der LKS Lichtenwalde (Richardt, 2021) gezeigt werden (siehe Tabelle 4„Gehalt an Rohprotein in Mischrationen für Kühe“).

Die Zahlen zeigen, dass bei den laktierenden Kühen 22 % „überversorgt“ waren, d.h. falsch Geld ausgegeben wurde und dass bei 19 % falsch gespart wurde. Alarmierend sind die Ergebnisse bei den trockenstehenden Kühen, vor allem auch in den letzten drei Wochen vor dem Abkalben. Hier werden offensichtlich die für dern geburtsnahen Zeitraum falschen Silagen eingesetzt und bei den Konzentraten an falscher Stelle gespart. Nicht nur das ganze Fruchtbarkeitsgeschehen, auch die Entwicklung des Kalbes wird hier beeinflusst.

 

Tab. 3: Auswirkungen eines Rohproteinüberschusses und Rohproteimangels

Folgen eines Rohproteinmangels bei Milchkühen
  • Senkung der Futteraufnahme
  • Verringerung der Bakterienproteinsynthese im Pansen weniger Aminosäuren am Dünndarm

  • weniger Milch, im Extrem: Abfall des Eiweißgehaltes
  • Beeinträchtigung des Intermediärstoffwechsels
  • Beeinträchtigung des fötalen Wachstums
  • fester Kot (Jauchesaufen?)
Folgen eines Rohproteinüberschusses bei Milchkühen
  • bei vorhandener Pansenfermentationsstörung alkalotische Belastung

  • Senkung der Futteraufnahme
  • Erhöhter Gehalt an NH3 im Pansensaft (opt. 5 - 15 mmol/l)

    Überschreiten des energieabhängigen max. Bakterienproteinsynthesevermögens

    erhöhter Harnstoffgehalt in der Milch, starke Belastung der Nieren und der Leber, Bildung biogener Amine, schlechte Verarbeitungseigenschaften der Milch
  • Prädisposition für Entzündungen (Klauen, Vagina, Gebärmutter)
  • Follikel- und Gelbkörperzysten
  • negativer Effekt auf Eizellenreifung
  • Verschlechterung der Verwertung des gefütterten Rohproteins (verstärkt durch Energiemangel)
  • keine Erhöhung des Eiweißgehaltes in der Milch
  • verstärkt Ketose (?)
  • weniger Milch, im Extrem: Abfall des Eiweißgehaltes

 

Tab. 4: Gehalt an Rohprotein (g/kg TS) in Mischrationen für Milchkühe (im Jahr 2021)

 Laktierende Kühetrockenstehende Kühe
TS 1*TS 2**
Anzahl353102114
oberer Grenzwertüber 165über 150über 165
unterer Grenzwertunter 145unter 120unter 135
Mittelwert154129137
min.847699
max.193167172
Anteil Proben in %
über oberen Grenzwert22123
unter unteren Grenzwert193240

* 8.-3.Woche a.p. , ** ab 3. Woche a.p. – Vorbereiter, Quelle: Richardt, W. (2022), LKS Lichtenwalde

 

Grundsatz 2: Rohprotein aus dem Grobfutter voll ausnutzen

Wenn man 12 kg TS einer Grassilage mit 150 g Rohprotein füttert, deckt man mit den 1800 g Rohprotein fast 2/3 des Rohproteinbedarfes einer Kuh, die 30 kg Milch am Tag gibt. Alle Ratschläge, die auch für die Perspektive aus ökologischer und tiergesundheitlicher Sicht in dieser Richtung schon gegeben wurden (siehe agrarheute - Rind 2012, Heft 12; 2014, Heft 3; 2015, Heft 5; 2018, Heft4) werden in der gegenwärtigen Situation brandaktuell:

  • Nutzung aller Möglichkeiten agrotechnischer Maßnahmen zur Erhöhung des Rohproteingehaltes von Grünfutter, richtige Wahl der optimalen Schnittzeit (Nutzung der durch Labore angebotenen Untersuchung zur Schnittzeitvorhersage), größte Sorgfalt und Nutzung aller Erkenntnisse zur Silierung von Grünfutter.
  • Verstärkter Anbau von Leguminosen zur Grünfutternutzung, besonders Luzerne und Klee (siehe Tabelle 5 „Futterwert von Grünfutter“).
  • Nutzung der Maissilage als stabile Komponente, um rohproteinreiche Grünfuttermittel bzw. Gras-Leguminosensilagen effektiv für die Rohproteinversorgung nutzen zu können.
  • Nutzung aller Möglichkeiten, um zusätzlich Grünfutter mit Sommerzwischenfrüchten zu erzeugen (siehe agrarheute – Rind 2019, Heft 8 und Tabelle 6 „Sommerzwischenfrüchte“. Von Vorteil sind die Leguminosen, die praktisch ohne N-Dünger auskommen. 

 

Tab. 5: Futterwert ausgewählter Grünfutter

 EinheitGrünroggenGrasKleegrasLuzerne
Trockensubstanz%22202020
NELMJ/kg TS6,46,26,25,8
Rohfaserg/kg TS235245250245
NDF g/kg TS465420390340
ADFg/kg TS300265260265
Rohproteing/kg TS170170170210
nutzbares RPg/kg TS155160140150
UDP Durchflussprotein% des RP20-2515-2535-4025-30
Proteinlöslichkeit% des RP30-3545-5030-3535-40

 

Beachtenswert ist der relativ hohe Rohproteingehalt. Voraussetzung ist in der Regel, dass der Schnitt vor der Blüte erfolgt. Es sollte in dieser Ausnahmesituation auch an die sinnvolle Futternutzung „ökologischer Vorzugsflächen“ gedacht werden, für deren Begrünung sich die überwiegende Zahl aller Sommerzwischenfrüchte mit ihrer kurzen Vegetationszeit bestens eignen und keinen Widerspruch zur ökologischen Zielsetzung ergibt.

  • Die Vorteile nutzen, um auch bei ganzjähriger Stallhaltung Rationen im Sommer mit Grünfutter zu ergänzen bzw. zeitweise den Rationstyp „15 - 20 kg Maissilage + Grünfutter“ anzuwenden. 
  • Zunehmend Voraussetzungen schaffen, getrocknetes Grünfutter einzusetzen.

 

Tab. 6: Sommerzwischenfrüchte zur Verfütterung als Frischfutter für Rinder

FutterartTrockenmasseim kg TrockensubstanzRestriktion
   NELRohproteinRohfaserNDFADF<...kg/Tag
 dt/hag/kgMJgggg(650 kg Kuh)
Ackerbohnen35-451805,517529058034010
Alexandrinerklee15-351855,818524048527010
Esparsette20-302305,917026551028515
Futtererbsen30-401405,618024049026515
Lupinen35-451306,120522548526015
Markstammkohl35-801406,516017043519510
Ölrettich35-501605,518523548526010
Perserklee15-301705,820519046022010
Phazelia25-501905,6160265510288schlecht gefressen
Rauhafer30-402205,4130230475255o.B.
Saatwicken30-401406,025522549025515
Serradella25-351405,321021041022815
Senf25-401406,121521043025010
So.raps.-rübsen35-451256,517513532018510
Sonnenblumen40-701805,513522045026015
Einjähr. Weidelgras30-401706,3165235490240o.B.

Quellen: Berendonk,Clara Zwischenfruchtanbau zur Futternutzung und Biogasgewinnung, Landw.kammer Niedersachen,2010; Beyer, Chudy, Jentsch, Rostocker Futterbewertungssystem, 1996; CVB: Tabellenboek Veevoeding, 2010; Datenspeicher Futtermittellabor LKS Lichtenwalde, 2020; DLG Futterwerttabellen - Wiederkäuer,DLG Verlag, 1997; Bayrische Landesanstalt für Landwirftschaft: Gruber Tabelle zur Fütterung, 2020; Hoffmann, Steinhöfel:Futtermittelspezifische Restriktionen, Deutscher Landwirtschafts-Verlag München, 6. Auflage 2018; Nehring K. u.a.: Futtermitteltabellenwerk, Deutscher Landwirtschaftsverlag, Berlin, 1972, 2. Auflage.

Den Rohproteingehalt in den in der LKS Lichtenwalde untersuchten Grassilagen zeigt die Tabelle 7 „Rohproteingehalt in Grassilagen“. Es ist bemerkenswert, dass der Gehalt relativ niedrig liegt. Im Erntejahr 2021, d. h. die Silagen, die jetzt verfüttert werden, hatten 25 % weniger als 120 g Rohprotein im kg TS, 31 % der Proben 120 – 140 g.  Alarmierend ist, dass ca. 45 % der Proben einen TS-Gehalt unter 30 % hatten, damit verbunden ist das verstärkte Auftreten von Clostridien und ein überhöhter Ammoniakgehalt von über 8 % (des Gesamt-Stickstoff) bei 1/3 aller Grassilagen.

 

Tab. 7: Rohproteingehalt der Grassilagen 1. Schnitt (Richardt, W., 2022)

  20172018201920202021
Trockensubstanz%28,836,733,538,333,1
NELMJ/kg TS6,26,26,26,56,0
Rohfaserg/kg TS240252251234260
aNDFomg/kg TS410425429398465
Rohproteing/kg TS150161145150137
nutzbares Rohpr.g/kg TS140140138141134
UDP% d. Rohpr.2019201821
Proteinlöslichkeit% d. Rohpr.6361626465

 

Grundsatz 3: Vielfalt der angebotenen rohproteinreichen Konzentrate („Eiweißfuttermittel“) nutzen

Bei der Auswahl von Alternativen zu den verteuerten Futtermitteln gibt es verschiedene Methoden, z.B. die Ermittlung der Preiswürdidkeit, die den jeweiligen Rohprotein- und Energiegehalt berücksichtigt und den Grenzpreis ausweist, den das Futtermittel kosten „darf“ (siehe Ursula Adams,  „Proteinmarkt“, digital, 2018).

 

Tab. 8: Äquivalente rohproteinreicher Konzentrate für Wiederkäuer

je kg (880 g TS)Rohprotein g/kgUDP g/kg1 kg RES* wird ersetzt
 durch ... kg Futtermittel
   RohproteinUDP
Maiskleber6403200,50,4
Maiskleberfutter (20-25% RP)225561,62,2
Kartoffeleiweiß, getrocknet7405180,50,2
Sojabohnen350701,01,8
Sojaexpeller, -kuchen (< 12% Fett)410820,91,5
Sojaextraktionsschrot 4501230,81,0
               "                     behandelt4503150,80,4
Rapsextraktionsschrot3501231,01,0
               "                     behandelt3502981,00,4
Rapsexpeller, -kuchen (< 12% Fett)325981,11,3
Sonnenblumenextratkionsschrot (teilentschält)335841,01,5
Leinkuchen3151101,11,1
Leinextratkionsschrot3401021,01,2
Getreideschlempe, getrocknet3601261,01,0
3201121,11,1
280981,31,3
Biertreber2301031,51,2
Erbsen221331,63,7
Ackerbohnen285431,22,9
Lupinen, blaublühend, süß385770,91,6
                     "                      ,getoastet3851540,90,8
Harnstoff2000 1)00,20,0
zum Vergleich (je kg TS)
Grassilage160242,25,1
Trockengrünfutter (Luzerne)2201101,61,1
Weizen120242,95,1

*  Rapsextraktionsscxhrot: je kg (88 % TS)  350 g Rohprotein;  123 g UDP, 1) 100g Harnstoff enthalten 46 g N x 6,25 =287,5,dav.70 % = 200 g Rohprotein, Quellen: DLG-Futterwerttabellen-Wiederkäuer,1997; DLG-Information 2 / 2001; Veredlungsproktion, 2005; Firmenangaben; Datenbank LKS Sachsen, 2020    

 

In der Tabelle sind auch die wichtigsten proteinreichen Konzentrate für BIO-Betriebe enthalten. Die Anzahl der zugelassenen Konzentrate ist relativ klein. Dabei muss berücksichtigt werden, dass bei Ölsaatenexpeller und -kuchen durch hohe Fettgehalte die futtermittelspezifische Restriktion oft nur Mengen von 1 – 2 kg zulässt.

Es soll noch einmal darauf hingewiesen sein, dass gerade in Zeiten einer Verteuerung der Futtermittel jedes Angebot besonders kritisch und sorgfältig geprüft werden sollte, der Vergleich zweier Futtermittel immer auf der Basis des Gehaltes und nicht des Produktes vorzunehmen ist und eine eindeutige Deklaration der Inhaltsstoffe und bei Mischungen der Inhaltsstoffe und der Rezeptur vorhanden sein muss.

 

 

Zum Thema siehe auch: M. Hoffmann und M. Pahlke, Hohe Kraftfutterpreise: Teures Kraftfutter einfach weglassen?

Das agrarheute-Magazin, digitale Ausgabe vom 27.03. 2022

 

Stand: April 2022

 

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