Probennahme
LKVProbenversand

Futterprobennahme

Probenahme aus der Anschnittfläche eines Silos

  • Es müssen mehrere Teilproben (Größe etwa 50 - 200 g) gezogen werden.
  • Diese werden zusammengeführt, gründlich gemischt und dann wieder in mehrere homogene Teilproben getrennt.
  • Eine oder mehrere Teilproben stellen dann die Endprobe dar, welche zur Analyse verschickt wird (0,5 bis 1 kg).
  • Die Grundfläche des Silos ist in 4 bis 9 Felder einzuteilen. Aus jedem Feld muss eine Teilprobe gezogen werden. Im nachfolgenden Bild sehen Sie das Probenahmeraster für die Grundfläche oder Anschnittfläche eines Silos (links kleines Silo, rechts großes Silo).

  • Sollte die Anschnittfläche inhomogen sein (z. B. verschiedene Schichten, mehrere Futterarten bei Sandwichsilagen), sollten aus jeder Schicht Teilproben entnommen werden. Bei dem Zusammenführen der Teilproben zur Endprobe ist darauf zu achten, dass die mengenmäßigen Anteile der Situation im Silostock entsprechen.

Probenahme der TMR am Futtertisch

  • Eine Probenahme (TMR) auf dem Futtertisch muss während oder unmittelbar nach der Vorlage der Ration erfolgen.
  • Bei der Probenahme nach der Futtervorlage, muss der Futtertisch in Abhängigkeit von seiner Länge in 3 - 5 Abschnitte eingeteilt werden. Aus der Mitte der Abschnitte ist eine Teilprobe (2 - 5 kg) zu ziehen. Wichtig ist dabei, dass die Probe über die gesamte Vertikale (ô) gezogen wird, da die Komponenten einer Mischration zum Sedimentieren (Entmischung) neigen. Eine Entnahme von Teilproben nur aus dem oberen Bereich der vorgelegten Ration kann zu erheblichen Fehlern führen, auch wenn über den Futtertisch hinweg (Horizontale) sehr viele Teilproben genommen wurden. Üblicherweise ist die Verwendung einer Schaufel geeignet für die Entnahme solch großer Teilproben. Aus den Teilproben wird mittels Teilungskreuz die Endprobe gezogen, welche zur Analyse verschickt wird (0,5 bis 1 kg).

Probenahme Heu

  • Heuproben erst nach einer Lagerzeit von 8 - 12 Wochen entnehmen
  • Bei geöffneten Rundballen Randschicht auslassen, aus allen Schichten von außen nach innen mindestens 5 Einzelproben nehmen.
  • Bei geöffneten Quaderballen von einer Ballenseite zur anderen mindestens 5 Einzelproben entnehmen.
  • Bei geschlossenene Heuballen, zwei Einstiche mit einem Bohrstock von gegenüberliegenden Seiten mittig bis zum Kern vornehmen, damit alle Schichten erfasst werden.

 

Probenahme durch den LKV Sachsen

Wir bieten Ihnen die Futterprobenahme auf Ihren Betrieb durch unsere Mitarbeiter an. 

Rufen Sie uns gern an und vereinbaren einen Termin.

Beratung und Attestierung

für chemische Futtermittelanalysen

+49 37206 87-140
luw@lks-mbh.com

Horst Toll

Agrarservice/-management

Abteilungsleiter
+49 3720687-133
horst.toll@rizu.de

Wasserprobenahme

Voraussetzung

  • sterile Flasche für mikrobiologische Untersuchung
  • (un)sterile Flasche für chemische Untersuchung ausreichend
  • Wasserproben schnellstmöglich und kühl ins Labor übersenden
  • Sterile Flaschen werden von unserem Labor kostenlos zur Verfügung gestellt. Bestellen Sie diese gern bei Frau Wolfram oder Herrn Leibner.

Ablauf

  1. Dichtungen und Siebe entfernen
  2. ca. 1 Liter Wasser verwerfen
  3. bei Temperaturkonstanz Abfüllung der chemischen Probe ((un)sterile Flasche)
  4. Abflammen bzw. Desinfektion der Entnahmestelle
  5. Entnahme der mikrobiologischen Probe (sterile Flasche)

Tränkwasserprobenahme

Die Tränkwasserprobe bitte nicht direkt aus dem Tränkbecken entnehmen, sondern aus der Auslaufstelle zuvor. Eine Probe aus dem Tränkbecken verfälscht die Ergebnisse, da durch anhaftende Speichel- und Futtermittelreste ein bakterielles Wachstum begünstigt wird.

Hinweis

Trinkwasserproben dürfen ausschließlich von akkreditierten Probenehmern gezogen werden. Für eine Trinkwasserprobenahme wenden Sie sich gern an Herrn Leibner.

Tom Leibner

Labor für Mikrobiologie, Veterinärdiagnostik und Lebensmittel

Kundenbetreuer
+49 173 58 83 134
tom.leibner@lks-mbh.com

Jacqueline Wolfram

Abteilungsleiterin Labor für Mikrobiologie, Veterinärdiagnostik und Lebensmittel

technische Leiterin LKS & LKV

stv. Leiterin Milchlabor

+49 37206 87-187
jacqueline.wolfram@lks-mbh.com

Bodenprobennahme

Probenahmeanleitung zur Bestimmung der Grundnährstoffe im Boden

Neben der Bodenanalyse im Labor ist die gewissenhafte und repräsentative Probenahme grundlegend für ein aussagekräftiges Untersuchungsergebnis. Die Beprobung sollte je nach Nutzungsintensität alle 3 bis 6 Jahre vor der mineralischen und organischen Düngung erfolgen.

Die Bodenproben für die Bestimmung des Nmin-Gehaltes sind nicht für die Bestimmung der Grundnährstoffe, der Kalkversorgung und der Mikronährstoffe zu verwenden.

Der Probenahmezeitpunkt sollte immer in etwa zur gleichen Jahreszeit unter ähnlichen Bedingungen in der frostfreien Zeit erfolgen. Die Fläche muss abgetrocknet und begehbar sein. Der Boden soll nicht schmieren und nicht ausgetrocknet sein, damit der Bohrstock bis zur erforderlichen Entnahmetiefe eindringen kann und sich die Bohrstocknut gleichmäßig mit Boden füllt.

Zur Bestimmung der Grundnährstoffe (P, K, Mg), der Kalkversorgung (pH-Wert) und der Mikronährstoffe sind Bodenproben aus der Tiefe von 0 - 20 cm auf Ackerland und 0 - 10 cm auf Grünland (Hauptdurchwurzelungsbereich) zu entnehmen.

Pro Schlag ist mindestens eine Probe zu entnehmen; große Schläge sind zu teilen, wobei das Probenahmeraster von 10 ha nicht überschritten werden darf. Bei starken Bodenunterschieden und unterschiedlichen Vorfrüchten bzw. unterschiedlicher Bewirtschaftung (insbesondere organische Düngung) ist eine den Flächenanteilen entsprechend differenzierte Beprobung vorzunehmen.

Die Fläche ist entlang einer Diagonalen oder im Zickzackgang (z.B. in Form eines N) gleichmäßig mit ca. 20 Einstichen/Probe bei Ackerland und ca. 40 Einstichen/Probe bei Grünland zu beproben. Randstreifen und Vorgewende sind aus der Probenahme auszuschließen.

Der Bohrstock ist zur Probenahme senkrecht einzustechen, zu drehen und vorsichtig herauszuziehen (vollständige Erhaltung des Bohrkerns). Der Bohrkern ist in ein Sammelgefäß zu überführen, die Einzelproben sind zur Sammelprobe zu vereinigen und in einen Plastebeutel einzufüllen (ca. 300 g). Der Beutel ist sicher zu verschließen und wischfest zu beschriften. Je Probe ist eine Probenummer zu vergeben.

Der Probenbegleitschein bzw. Datenerfassungsbeleg muss sorgfältig ausgefüllt werden und gilt gleichzeitig als Untersuchungsauftrag.

Dr. David Tokarski

Abteilungsleiter Probenannahme u. Attestierung/ Berater für Bodenfruchtbarkeit und Pflanzenernährung
+49 37206 87-194
david.tokarski@lks-mbh.com

Susanne Beer

stellv. Abteilungsleiterin
+49 37206 87-184
susanne.beer@lks-mbh.com

Probenahme Pflanzenanalyse

Probenahmeanleitung für die Pflanzenanalyse

Bei der sachgerechten Probennahme für die Pflanzenanalyse sind folgende Grundsätze zu beachten:

  • Für jeden Schlag bzw. jedes Teilstück ist eine repräsentative Probe einzusenden. Untypische Stellen sind von der Beprobung auszuschließen oder separat zu beproben.
  • Es sollten insgesamt mindestens 500 g Pflanzenmaterial an verschiedenen Stellen des Schlages (mindestens 20) entlang einer Diagonalen oder einer Zick-Zack-Linie (analog der Bodenprobenahme) entnommen werden.
  • Die Pflanzen sind ohne Wurzeln und Verschmutzungen anzuliefern.
  • Die Probenahme sollte nicht unmittelbar nach Düngungsmaßnahmen durchgeführt werden.
PflanzenartPflanzenorganEntwicklungsstadien (BBCH)
Alle Getreideartengesamte oberirdische PflanzeBestockung bis Ähren- und Rispenschwellen
Silomaismittlere Blätter40 – 60 cm
mittlere BlätterRispenschieben
KolbenblätterBlüte
Winterrapsgerade vollentwickelte BlätterKnospe klein (53) – Blüte (64)
Kartoffelgerade voll entwickelte BlätterKnospenstadium – Knollenbildung
Zuckerrübegerade voll entwickelte BlätterMitte: Juni, Ende: Juni, Juli, August
FutterrübeBlattspreiten von gerade voll entwickelte BlätterEnde: Juni, Juli
Erbsegesamte oberirdische Pflanze30 – 40 cm, Blühbeginn
Ackerbohnegesamte oberirdische PflanzeBlühbeginn
LuzerneSpross vom 1. AufwuchsKnospenstadium, Blühbeginn, Blüte
RotkleeSpross etwa 10 – 15 cm über der ErdeKnospenstadium, Blühbeginn, Blüte
Wiesen- und WeidegräserSpross vom 1. AufwuchsBlühbeginn
Leingesamtes oberes SprossdrittelKnospenbildung bis Blühbeginn
Sonnenblumeobere voll entwickelte BlätterBlühbeginn
Quelle in Anlehnung an: Umsetzung der Düngeverordnung; LfL 2007

 

Dr. David Tokarski

Abteilungsleiter Probenannahme u. Attestierung/ Berater für Bodenfruchtbarkeit und Pflanzenernährung
+49 37206 87-194
david.tokarski@lks-mbh.com

Dr. Wolfram Richardt

Bereichsleiter LKS Labore
+49 37206 87-138
wolfram.richardt@lks-mbh.com

Probenahme Vor-Ernte-Untersuchung Getreide als Lebensmittel

Probenahmeanleitung für die Vor-Ernte-Untersuchung von Getreide

Getreide, das als Lebensmittel in den Verkehr gebracht werden soll, darf entsprechend der VO 1881/2006 (Verordnung zur Festsetzung der Höchstgehalte für bestimmte Kontaminanten in Lebensmitteln) den Gehalt an Blei und Cadmium nicht übersteigen.  Damit ist es noch vor der Ernte möglich zu beurteilen, ob eine Überschreitung des Höchstgehaltes für Lebensmittel zu erwarten ist. Die Beprobung ist ab dem Stadium der Teigreife (EC 85) möglich. Somit kommt der Erzeuger seiner Pflicht zur Eigenkontrolle nach dem Lebensmittelrecht nach.

Die Probenahme kann durch den Landwirt oder durch eine von ihm beauftragte Person durchgeführt werden. Bitte beachten Sie das die kompletten Ähren abgeschnitten und in das Labor eingeschickt werden müssen. Bei losen Körner kann keine bestimmungsgemäße Vor-Ernte-Untersuchung stattfinden.

 

Die Sammelprobe ist kühl aufzubewahren und innerhalb von 2 Tagen an das Labor weiterzuleiten. Mit der Probe sollten für eine eindeutige Zuordnung die folgenden Informationen übergeben werden:

  • Fruchtart und -sorte
  • Angaben zur Rückverfolgbarkeit der Proben (Schlagbezeichung, Flurstück, Schlagnummer, Teilschlag)
  • Datum der Probenahme
  • Probenehmer

Raina Wein

Futtermittel- und Bodenlabor

technisch-wissenschaftliche Leiterin
+49 37206 87-198
raina.wein@lks-mbh.com

Dr. Wolfram Richardt

Bereichsleiter LKS Labore
+49 37206 87-138
wolfram.richardt@lks-mbh.com

Hinweise des BfUL zur Vor-Ernte-Beprobung von Getreide

Die repräsentative Probennahme ist die Grundlage zur professionellen Analyse und zum aussagekräftigen Analyseergebnis. Daher stellen wir Ihnen in diesem Bereich Anleitungen und Hinweise zur fachmännischen Probenahme zur Verfügung. Gern unterstützen wir Sie auch direkt vor Ort und nehmen Futter- sowie Trinkwasserproben für Sie.